Gutes Neues Jahr

Viel Glück und Erfolg im Neuen Jahr
Avec mes meilleurs voeux pour une bonne et heureuse année
Felice anno nuovo
Best wishes for a happy and prosperous New Year
Met de beste wensen voor een voorspoedig Nieuwjaar

Sport gehörte bei mir zeit Lebens zu jenen Beschäftigungen, die mir am fernsten liegen. Schon in der Schule war der Turnunterricht die unbeliebteste Lektion im Stundenplan. Beim Zusammenstellen der Mannschaften für den Völkerball, wurde ich immer als Letzter gewählt. Im Spiel wurde ich als Erster abgeschossen. Im Hinterfeld musste ich in die Ecke herumstehen. Bloss keinen Ball berühren. Ich würde ihn sowieso nur verlieren. «Du bist kein Sportler» wurde das persönliche Logo, mit dem ich gross geworden bin.
So kommt es, dass noch heute Sport, ob aktiv oder passiv, für mich sehr wenig Bedeutung besitzt.
Trotzdem wage ich, in meinem diesjährigen Brief zum Jahresende über Tennis zu schreiben. Als guter Schweizer einerseits und absoluter Sportmuffel anderseits, sind die aussergewöhnlichen Leistungen von Roger Federer nicht spurlos an mir vorbeigezogen. Für mich ist Roger Federer in erster Linie der beste Botschafter, den die Schweiz je hatte. Mit seinem athletischen Talent hat er nicht nur dem Tennissport eine neue Bedeutung gegeben. Er hat die Schweiz, dieses kleine Land auf dem Globus, in der ganzen Welt bekannt gemacht. Manch ein Ausländer hat durch Roger erfahren, dass es Switzerland überhaupt gibt.
Kommt noch dazu, dass Federer nicht nur ein Tennisass ist – wer schafft es schon, über zwei Jahrzehnte an der Weltspitze dabei zu sein – sondern er ist darüber hinaus eine grosse Persönlichkeit. Ein Gentleman, un Monsieur. Immer höflich, sportlich, ausgeglichen, mit Contenance. Ein Mann mit einer besonders starken Ausstrahlung. Gleichgültig ob er im Center Court spielt, an einem Empfang auftritt, mit Ballbuben Pizza isst, ein Interview gibt oder in Süd Afrika sich mittellosen Kindern widmet, er ist immer eine Person, der man Achtung und Bewunderung entgegenbringt.
Ein Vorbild für viele, auch für mich. Ganz besonders beeindruckt mich, wie gelassen er mit Siegen und Niederlagen umgeht. Er lässt sich nicht von Niederlagen und Rückschlagen entmutigen. Das Leben eines jeden Menschen besteht aus Erfolg und Misserfolg, aus Freuden und Kummer, aus schönen und trüben Zeiten, aus Ups and Downs.
Von Roger lernt man, wie man beim Siegen bescheiden bleibt und die Leistungen des Gegners würdigt. Bei Niederlagen, wie man sachlich festhält, dass der andere besser ist. Seine Zuversicht, morgen wieder den Sieg zu suchen, macht Federer zu dem Mann, der stets das Positive sieht. Hier findet meine Bewunderung für ihn den Höhepunkt, das ist sein Markenzeichen. Nicht lange der Vergangenheit nachtrauern. «Schaue nach vorn!» Die Zukunft voller positiven Möglichkeiten sehen. Im Hier und Jetzt das Beste erkennen. Bereit sein dafür, dass nichts ohne Risiko geht. Riskieren wollen, dass etwas misslingen könnte.
Roger ist ein grosses Vorbild. Wir, die normalen Bürger müssen uns mit dem Kleinen zufrieden geben. Wir können ihm höchstens im Kleinen nacheifern. Es sind die kleinen Dinge, die das Leben zur Freude machen. So zum Beispiel ein weiches Ei zum Frühstück. Oder ein gutes Gespräch mit einem Freund. Eine gemütliche Velotour zu dritt. Ein frisches Bier an einem Sommerabend. Damit werden wir uns bewusst: Wir leben in der besten aller Welten.

Die Schweiz gehört zu den wohlhabendsten, wettbewerbsfähigsten, sichersten und stabilsten Länder der Welt. Kaum irgendwo sonst haben die Bewohner Grund zufriedener zu sein, als hier.

Ein neues Jahr beginnt. Für 2019 wünsche ich allen eine gute Zeit. Liebe Leserin, lieber Leser, haben Sie auch im nächsten Jahr viel Freude in unserem Land. Lassen Sie ein bisschen Vorbild von der ältesten Nummer eins im Welttennis, von Roger Federer in Ihren privaten Kosmos einfliessen.
Mögen die 365 Tage, die es für uns bereithält, Humor, Lebensfreude und positives Denken bringen.

Ein frohes und glückliches Neues Jahr!
Bliibud gsund und nämeds nit zschwär!


De toute ma vie, le sport a fait partie des activités qui me sont étrangères. Déjà à l’école, les cours de gym furent les moins aimés de mon horaire scolaire. Lors de la composition des équipes pour jouer au ballon prisonnier, j’étais toujours le dernier sélectionné. En jouant, le premier éliminé. Je traînais dans l’arrière-plan. Surtout ne pas toucher le ballon. De toute façon je le perdrais. “Tu n’es pas un sportif” fut le jugement qui m’accompagna pendant toute ma jeunesse.
Ceci fait que, encore aujourd’hui, le sport actif ou passif a peu d’importance dans ma vie.
Malgré cela j’ose me référer au tennis dans cette lettre de fin d’année. En tant que bon Suisse d’une part et ignorant absolu en sport d’autre part, je ne peux pas méconnaître les performances extraordinaires de Roger Federer. Selon moi, Roger Federer est le meilleur ambassadeur que la Suisse n’a jamais eu. Par son talent athlétique il n’a pas seulement donné une nouvelle dimension au tennis. Il a aussi fait connaître la Suisse, ce petit pays sur le globe, dans le monde entier. Certains étrangers n’ont appris que grâce à Roger que Switzerland existe.
Il s’y ajoute que Federer n’est pas seulement un as du tennis – qui d’autre a réussi à faire partie de la pointe mondiale pendant deux décennies – mais en plus une grande personnalité. Un monsieur, un gentleman. Toujours poli, sportif, pondéré, avec contenance. Un homme doté d’un charisme exceptionnel. Qu’il joue sur le Center Court, apparaît dans une réception, mange de la pizza avec les ramasseurs de balles, accorde une interview ou s’occupe des enfants démunis en Afrique du sud, il est partout la personne qu’on respecte et admire.
Un modèle pour beaucoup de gens, dont moi-même. Je suis particulièrement impressionné par sa façon calme et placide de gérer les victoires et les défaites. Il ne se laisse pas décourager par des échecs et des revers. La vie de tout être humain comporte des succès et revers, des joies et des peines, de bons et de mauvais moments, des hauts et des bas.
Roger nous apprend comment on reste modeste lorsqu’on gagne et respecte les performances de l’adversaire. En cas d’échec, comment on constate objectivement que l’adversaire est meilleur. Sa confiance, qui l’incite à rechercher la victoire à nouveau le lendemain, en fait de Federer cet homme qui voit toujours l’aspect positif des choses. Voilà ce qui fait mon admiration atteindre son sommet, c’est son image de marque. Ne pas perdre du temps à regretter le passé. “Regarde vers l’avant!” Voir l’avenir plein de possibilités positives. Repérer ici et maintenant ce qu’il y a de mieux. Accepter que rien ne peut se faire sans risque. Vouloir prendre des décisions qui risquent d’échouer.
Roger est un grand modèle. Nous-autres, bourgeois normaux, devons nous contenter de dimensions plus modestes. Nous ne pouvons l’imiter qu’à petite échelle. Ce sont les petites choses qui embellissent notre vie. Un œuf à la coque au petit déjeuner. Une conversation intéressante avec un ami. Un tour en vélo à trois. Une bière fraîche un soir d’été. Ainsi nous réalisons: nous vivons dans le meilleur des mondes.

La Suisse fait partie des pays les plus prospères, compétitifs, sûrs et stables du monde. Il n’y a guère de pays dont les habitants peuvent être plus satisfaits que nous.

Une année nouvelle commence. Je souhaite à tous de passer du bon temps en 2019. Chère lectrice, cher lecteur, continuez l’année prochaine à vivre heureux dans notre pays. Laissez-vous influencer dans votre vie privée par le modèle de Roger Federer, le numéro un le plus âgé du tennis mondial.
Que les 365 jours qui nous attendent vous procurent de la joie de vivre, de l’humour et un esprit positif.

Bonne et heureuse nouvelle année!
Restez en bonne santé et ne vous faites pas trop de soucis.


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Smartphone

 

Wer kennt nicht dieses bekannte alltägliche Bild? Arbeitsverkehr in der S-Bahn nach Zürich. Beinahe alle Sitzplätze sind besetzt. Alle Fahrgäste, ausnahmslos alle, starren in Ihr Mobiltelefon. Kaum ein Wort wird gewechselt. Stille wie im Gottesdienst. In meinem Kopf erwachen schon die Vorurteile vieler Pessimisten. «Keinen Kontakt mehr mit dem Nächsten. Totale Abkapselung. Die Menschheit versinkt in die Einsamkeit. Zur Hölle mit diesen modernen Teufelsmaschinen.» Darunter ist das allgegenwärtige Handy zu verstehen. Die wenigsten sind sich bewusst, was für ein Wunderwerk der Technik dieser Kleincomputer ist. Die Astronauten von Apollo 11, als sie vor bald 50 Jahren den Mond eroberten, hatten weit weniger leistungsfähige Elektronenrechner an Bord. Dies nur nebenbei.
Zurück zur S-Bahn. Könnten die Betätigungen der Pendler nicht auch so sein? Der graumelierte Herr liest die elektronische Version der Neuen Zürcher Zeitung. Die etwas ältliche Jumpfer neben ihm, wird von Ereignissen des Alten Roms in ihren Bann gezogen. Sie könnte «Ben Hur» lesen. Der junge Mann vis-à-vis muss ein Lehrling sein, der noch rasch seine französischen Hausaufgaben erledigt. Während die andere Dame im anderen Abteil vergnügt ein Hörbuch – vielleicht «Goethe: Die Leiden des Jungen Werthers.» – geniesst. Der Herr ihr gegenüber muss ein Ingenieur sein. Wahrscheinlich in einer Führungsposition. Er versucht aus einem Handbuch für Unternehmensführung einige Tipps für seinen Job herauszufiltern. Und dann ist da noch die Dame von der Goldküste. Sie beansprucht mit ihrem Schosshündchen und ihren Taschen beide Plätze auf der Sitzbank. Auch sie, von ihrem Mobiltelefon fasziniert, muss in einem Modejournal blättern.
Das könnte ja alles so sein. Ist es aber auch wirklich so? Im Zeitalter der gläsernen Menschen, der Menschen die ihr ganzes Wesen mit all ihren Freuden und Sorgen in den sozialen Medien wie Facebook & Co ausbreiten, hüten hier in der S-Bahn ihre Privatsphäre. Niemand erkennt vom anderen, was er wirklich tut. Hier ist er Mensch. Hier kann er sein.
Vor zehn, fünfzehn Jahren war das noch ganz anders. Auch damals ging jeder seinen persönlichen Neigungen nach. Nur, für den stillen Beobachter war es ein offenes Buch. Der ältere Herr las die Boulevardzeitung «Der Blick». Die ältere Jumpfer war von einem Krimi von Dona Leon gefangen. Der junge Mann war ein Gymnasiast und las Asterix. Die junge Dame ging eine Kalorientabelle für gesunde Lebensmittel durch. Der Manageringenieur hielt verstohlen Lady Chatterly in den Händen. Die Goldküstendame schliesslich, hörte ein Klavierkonzert von Mozart auf ihrem Walkman. 

Im Grunde hat sich gegenüber früher nichts geändert. Nur die Art und Weise, die Technik wie das Dargebotene genossen wird ist neu. Der stille Beobachter sieht heute keine Zeitungen, keine Bücher mehr. Sein Blick fällt nur noch auf ein einfaches Produkt des Medienkonsums, dem Smartphone

 

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Smartphone

 

Qui ne connaît pas cette image quotidienne? Trafic pendulaire dans le train S-Bahn vers Zürich. Presque toutes les places assises sont occupées. Tous les passagers, sans exception, fixent leur téléphone mobile. Pratiquement pas d’échanges de mots. Un silence comme à la messe. Les préjugés des pessimistes me passent par la tête. “Plus de contact avec son proche. Isolation totale. L’humanité tend vers la solitude. Au diable ces appareils modernes diaboliques”. Il s’agit bien sûr du portable omniprésent. Rares sont ceux qui réalisent quelle merveille technologique ce mini-ordinateur représente. Les astronautes d’Apollo 11, quand ils atterrirent sur la lune il y a bientôt 50 ans, ne disposaient que de calculatrices bien moins performants. Ceci soit dit en passant.
Revenons au train S-Bahn. Les occupations des passagers pendulaires ne pourraient-elles pas être différentes? Le monsieur grisonnant lit la version électronique du journal Neue Zürcher Zeitung. A ses côtés, la demoiselle vieillissante est captivée par les événements dans la vieille Rome. Elle pourrait lire “Ben Hur”. Le jeune homme en face doit être un apprenti qui se débarrasse rapidement des devoirs de français. Dans l’autre compartiment, la dame savoure un livre audio – peut-être Goethe: “Les souffrances du jeune Werther”. Le monsieur en face doit être ingénieur. Probablement une situation de cadre. Il essaie d’extraire d’un manuel de gestion d’entreprises quelques tuyaux pour son métier. Enfin il y a la dame de la Côte d’or. Avec son chiot et ses bagages elle occupe les deux places de la banquette. Elle aussi, fascinée par le téléphone mobile, y feuillette un journal de mode.
Tout ça pourrait être réel. Mais est-ce le cas? Dans cette ère des humains transparents qui exposent tout leur être avec ses joies et chagrins aux medias sociaux comme Facebook & Co, ils protègent bien leur sphère privée dans le train S-Bahn. Personne ne sait ce que son proche fait en réalité. Ici il est humain. Ici il peut l’être.
Il y a dix, quinze ans la situation fut tout-à-fait différente. Déjà à cette époque chacun suivait ses penchants personnels. Mais pour l’observateur silencieux c’était un livre ouvert. L’homme d’un certain âge lisait le tabloïde “Der Blick”. La demoiselle vieillissante fut captivée par un roman policier de Dona Leon. Le jeune homme était lycéen et lisait Astérix. La jeune dame examinait un tableau de calories d’aliments sains. L’ingénieur-manager possédait Lady Chatterly en cachette. Enfin, la dame de la Côte d’or écoutait un récital de piano de Mozart par son baladeur.  

Dans le fond, rien n’a changé par rapport au passé. Ce n’est que la manière qui est nouvelle, la technique par laquelle on profite de ce qui nous est offert. Aujourd’hui l’observateur silencieux ne voit plus de journaux ni de livres. Son regard ne trouve plus qu’un simple produit de consommation des medias, le Smartphone.

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